„Wir müssen im Schulterschluss mit den europäischen Partnern verteidigungsfähig werden, lieber mit den USA, notfalls auch ohne sie“ war eine der Aussagen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann beim Josefi Frühschoppen.
Der neue CSU-Ortsvorsitzende Jürgen Hofmann freute sich zusammen mit zweiter Bürgermeisterin Anita Heßler, dem 1. Vizepräsidenten des bayerischen Landtags, MdL Tobias Reiß, dem CSU-Kreisvorsitzenden, MdL Dr. Stephan Oetzinger und den knapp 100 Zuhörern im Hotel zur Post den „informellen bayerischen Verteidigungsminister“ Joachim Herrmann zum Josefi-Frühschoppen begrüßen zu können. Ein Glückwunsch zu deren Namenstag gab es an alle Josefas, Josefs und Seppen. Beste Grüße von einer WhatsApp-Nachricht gab Hofmann von Bürgermeister Edgar Knobloch weiter.
Zum dritten Mal stand der Mittelfranke aus Erlangen am Rednerpult des traditionsreichen Frühschoppens. Herrmann stellte das gute Verhältnis der bayerischen Staatsregierung zu der US-Armee in Bayern und die Bedeutung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr für die Verteidigungsbereitschaft der Nato und Europas heraus. „Wir werden auch mit diesen US-Präsidenten zurechtkommen müssen“ ging der Redner auf den Paradigmenwechsel in der US-Politik ein. Besondere Herausforderungen seien nun die Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Herrmann stellte die Abschreckung durch Verteidigungsfähigkeit in den Vergleich zur inneren Sicherheit durch Stärke und betonte: „Wir werden alles dafür tun einen Krieg zu verhindern“. Die Grundgesetzänderung, die Koalitionsverhandlungen, die innere Sicherheit sowie die Asyl- und Integrationspolitik griff Herrmann als weitere Themen auf. Es gehe um eine grundlegende Wende in der Integrationspolitik zu erreichen. Dazu müssen Neuzugänge reduziert werden und die Abschiebung von Straftätern erfolgen. Bayern gelte als das sicherste Bundesland und das solle es auch bleiben. Auch die Wirtschaft laufe in Bayern besser als in anderen Bundesländern. „Wir haben uns einen hohen Lebensstandard erarbeiten und müssen uns anstrengen, diesen Standard zu halten“, so Herrmann. Das von Jürgen Hofmann eingangs angesprochene Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) in Windischeschenbach, stellte Herrmann als bundesweit einmalig heraus und bezeichnete es auch als einen Beitrag zur Strukturpolitik.
Ehrenmitglied Josef Neubauer dankte im Schlusswort für die klaren Bekenntnisse. Gut schmeckten die gesponserten Weißwürste der Firma Gugel, die kostenlos überlassenen Brezen der Bäckerei Bauer und das Freibier der Kulmbacher Brauerei.